Elternbriefe


23.04.2021

Testpflicht für Teilnahme am Präsenzunterricht

Sehr geehrte Eltern,

gestern wurde eine Erweiterung des Bundes-Infektionsschutzgesetzes (IfSG) durch Bundestag und Bundesrat beschlossen.

Dies bedeutet für die Schule: ab Montag, 26. April ist eine Teilnahme am Präsenzunterricht nur zulässig (für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte), wenn zweimal pro Woche ein Selbsttest durchgeführt wurde.

Die Testung wird zu Beginn des Unterrichtstages stattfinden und es bedarf keiner weiteren Einverständniserklärung. Zulässig sind auch Testnachweise von anerkannten Testeinrichtungen (oder Arzt), diese dürfen nicht älter sein als 24 Stunden.

Ohne Teilnahme am Test darf kein Kind zur Schule kommen bzw. am Präsenzunterricht teilnehmen. Die Kindererhalten dann lediglich ein eingeschränktes pädagogisches Angebot (Versorgung mit Arbeitsmaterialien und Wochenplänen).

In der aktuellen angespannten Situation möchten wir daher den Schulbesuch für alle Beteiligten – Kinder und Lehrkräfte – ein Stück sicherer machen. Bitte helfen Sie mit, damit wir möglichst schnell wieder in einen halbwegs normalen Schulbetrieb mit zumindest Wechselunterricht zurückkönnen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien von Herzen alles Gute und bleiben Sie gesund!

Mit herzlichen Grüßen

Cornelia Schlott-Grebener, Schulleiterin

Ministerium für Bildung, Mittlere Bleiche 61, 55116 Mainz

  1. April 2021
    Sehr geehrte Eltern,
    sehr geehrte Sorgeberechtigte,
    heute hat das sogenannte Notbremse-Gesetz den Bundesrat passiert. Es wird ab kommendem Montag, 26. April 2021, damit auch in unseren Schulen in Rheinland-Pfalz
    umgesetzt. Ich möchte Sie mit diesem Schreiben über die neuen Regeln informieren,
    die der Bund damit vorgibt.
    Testpflicht für alle Schülerinnen und Schüler
    Bisher waren die Selbsttests für die Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz ein
    freiwilliges Angebot. Künftig dürfen sie nur noch am Unterricht in der Schule teilnehmen,
    wenn sie zweimal pro Woche auf das Coronavirus getestet wurden. In den Schulen
    findet dafür auch weiterhin zweimal wöchentlich ein Selbsttest statt. Die Testkits stellt
    das Land den Schulen zur Verfügung. Die Tests bleiben für die Schülerinnen und Schüler kostenlos.
    Da Tests nun verpflichtende Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht
    sind, müssen Sie keine schriftliche Einverständniserklärung mehr abgeben. Es reicht
    aus, wenn Ihr Kind am Testtag zum Unterricht erscheint. Wichtig ist, dass auch vollständig Geimpfte und nach einer Corona-Infektion genesene Personen den Testnachweis erbringen müssen. Das Bundesgesetz sieht hier keine Ausnahme vor.
    Das Gesetz erlaubt auch andere Testnachweise neben den Selbsttests in den Schulen:
    Auch Testungen in den anerkannten Testzentren und Testeinrichtungen oder bei Ärztinnen und Ärzten sind zulässig. Die Testnachweise dürfen nicht älter als 24 Stunden
    sein.
    Die Schulgemeinschaft kann auch gemeinsam beschließen, dass ausnahmsweise
    Nachweise von Eltern und Sorgeberechtigten bzw. volljährigen Schülerinnen und Schülern über Tests, die zuhause durchgeführt wurden, akzeptiert werden. Ein spezielles
    Formular, das dafür verwendet werden muss, haben die Schulen erhalten. Auch für
    diese Selbstauskünfte gilt, dass sie nicht älter als 24 Stunden sein dürfen.
    Was passiert, wenn Schülerinnen und Schüler nicht an den Tests teilnehmen?
    Wer nicht am Test teilnimmt und auch keinen anderen negativen Testnachweis vorlegt,
    darf ab kommender Woche nicht mehr am Präsenzunterricht teilnehmen. Wer trotzdem
    in die Schule kommt, muss sie wieder verlassen. Jüngere Schülerinnen und Schüler
    müssen von ihren Eltern oder Sorgeberechtigten abgeholt werden. Bitte beachten Sie,
    dass eine von den Eltern oder Sorgeberechtigten ausgestellte „Befreiung“ oder ein Widerspruch gegen die Tests daran nichts ändert.
    Die Präsenzpflicht gilt weiterhin. In der Präsenzphase finden deshalb weiter Leistungsnachweise in mündlicher und schriftlicher Form statt. Schülerinnen und Schüler, die
    nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, weil sie nicht am Test teilnehmen und
    keinen anderen Nachweis haben, müssen in Absprache mit den Lehrkräften alternative
    Leistungsnachweise erbringen.
    Diese Schülerinnen und Schüler bekommen ein pädagogisches Angebot, das dem entspricht, welches Schülerinnen und Schüler in den häuslichen Lernphasen während des
    Wechselunterrichts erhalten (Versorgung mit Arbeitsmaterialien, Erteilen von Arbeitsaufträgen etc.).
    Automatischer Übergang in den Fernunterricht
    Für Rheinland-Pfalz wird es bis zu den Pfingstferien bei der angekündigten Regelung
    bleiben, dass an den Schulen grundsätzlich Wechselunterricht stattfindet. Wenn die 7-
    Tage-Inzidenz in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 165 überschreitet, sieht das Gesetz jedoch den
    Übergang in den Fernunterricht vor. Auf der Basis der Inzidenzzahlen des Robert-Koch-Institutes wird festgelegt, ab wann das geschieht. Uns ist wichtig, dass die Eltern und
    die Schulen so viel Planungssicherheit wie möglich erhalten.
    Notbetreuung
    Sowohl während des Zeitraumes, in dem Wechselunterricht stattfindet, als auch nach
    vollständiger Einstellung des Präsenzunterrichtes wird wie bisher eine Notbetreuung für
    die Schülerinnen und Schüler der 1. bis 7. Klassen sowie für alle, die zusätzliche Unterstützung brauchen, eingerichtet. Hier bleibt es bei den aktuellen Regelungen.
    Ausnahmen für die Abschlussklassen
    In allen Klassen- und Jahrgangsstufen, die in diesem und dem kommenden Jahr ihren
    Abschluss machen, haben die Schulen in Rheinland-Pfalz weiterhin die Option, die
    Schülerinnen und Schüler auch bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 165 in kleinen Gruppen in den Präsenzunterricht zu holen. Dies sind – je nach Schulart – vor allem die 9.,
    10., 11. und 12. Klassen. Die Schule Ihrer Kinder wird Sie hierüber informieren. Abschlussprüfungen werden grundsätzlich in Präsenz geschrieben, auch bei einer Inzidenz über 165. Sie sind von den Regelungen der Testpflicht ausgenommen.
    Wiedereröffnung der Schulen
    Bleibt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter dem Schwellenwert von 165 treten die Maßnahmen am übernächsten Tag wieder außer Kraft, so
    sieht es das Gesetz vor. Die Schulen können dann wieder den Wechselunterricht aufnehmen. Dabei sollen Öffnungen von ein oder zwei Tagen (z. B. Donnerstag oder Freitag) möglichst vermieden werden und der Präsenzunterricht wochenweise beginnen.
    Sehr geehrte Eltern, sehr geehrte Sorgeberechtigte,
    wir alle hätten uns gewünscht, dass unsere Kinder und Jugendlichen nach Ostern wieder verstärkt in die Schule gehen können. Dass das Infektionsgeschehen das nicht zulässt und an vielen Orten sogar noch einmal Verschärfungen erfordert, bedaure ich
    sehr. Denn ich weiß, dass gerade viele Familien nach 13 Monaten Pandemie am Limit
    sind. Ich bin aber gleichzeitig zuversichtlich, weil wir mit den Tests in der Schule und
    den Impfungen für alle Lehrkräfte, für die ab diesem Freitag Termine gebucht werden
    können, auf dem richtigen Weg sind und die Sicherheit an den Schulen jeden Tag noch
    weiter erhöhen. Jetzt geht es darum, die Infektionszahlen zu senken – durch unser Verhalten jeden Tag und überall. Die Schulen setzen die Hygienekonzepte weiter konsequent und wirkungsvoll um. Die Tests sind dabei ein wichtiger Baustein. Deshalb bitte
    ich Sie: Ermöglichen Sie Ihren Kindern bitte, daran teilzunehmen.
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern alles Gute für die kommende Zeit bis zu den
    Pfingstferien. Ich werde Sie weiter über die aktuellen Entwicklungen informieren.
    Mit herzlichen Grüßen
    Dr. Stefanie Hubig